Gamification in der Schule: Lego-Rhythmus-Konstrukteure

LEGO und Musik?! Ja, es gibt einen Zusammenhang. Beim intuitiven Erlernen von Rhythmus-Patterns werden aus den kleinen Spielsteinen Rhythmusreihen gebaut – und dann heißt es: „Drop the beat!“

Lego-Rhythmus-Konstrukteure Titelbild

Wie kann man ein gutes Rhythmusgefühl entwickeln und ohne Notenkenntnis schnell und einfach gemeinsam musizieren? Indem man mit den LEGO-Rhythmus-Konstrukteuren sogenannte Patterns of growth entwickelt.

Fach: Musik

Thema: Patterns of Growth (Patterns, Rhythmus, Takt, Puls) 

Zielgruppe: Kindergarten, Grundschule, Sek I, Sek II, Hochschule

Lernziele:

  • Patterns verinnerlichen
  • intuitive Wiedergabe von Patterns mit Percussion
  • Rhythmusgefühl 

Plattform: keine, man benötigt einfache LEGO-Bauteile

Steuerung/Interface: einfache LEGO-Bauteile

Übliche Bezeichnung: Visualisierung von Rhythmen, Musizieren mit Patterns (Gamification, Serious Play)

Anwendungsbereich im Unterricht:

  • Eigenständige Unterrichtseinheit

Lernprinzipien:

  • Handlungsorientierung
  • Intuitives Lernen
  • Visualisierung
  • Entdeckendes Lernen
  • Versuch & Irrtum

Interaktionsmodus:  Multiplayer, Single-Player

Sprache: Diverse

Erscheinungsdatum: –

Preis: –

Beschreibung:

„Lego-Rhythmus-Konstrukteure“ (a.k.a „Patterns of Growth“) ist eine Methode von Jonas Röser von den Freien Aktiven Schulen Wülfrath für den Musikunterricht. In seinem Musikraum bietet er den Schülern damit einen intuitiven und kreativen Zugang zum Musizieren an.

Die LEGO-Rhythmus-Konstrukteure beim Bundestreffen der Freien Aktiven Schulen 2018 

Anstelle von Noten nutzt man dabei Lego-Steine, um den Spielern ein Pattern, also in etwa ein Rhythmus-Muster beizubringen. Dafür wird auf einer Lego-Platte ein Puls gedacht: jede Noppe entspricht einem Schlag im Grundpuls (8 Noppen kann man sich also wie einen 8/8 oder 4/4 Takt vorstellen).

Nun „steckt“ man den Rhythmus in Form von Legosteinen auf diesen Puls, z.B. zwei 2×2-Steine und ein 4×2-Stein.

Das Ergebnis wird anschließend geklatscht: Immer, wenn ein neuer Stein kommt, wird geklatscht. Unser Beispiel geht also so: Puls/Klatsch – Puls – Puls/Klatsch – Puls – Puls/Klatsch – Puls – Puls – Puls – Puls. Dieses Pattern wird beständig wiederholt, bis der Rhythmus verinnerlich ist.

Besonders schön ist, dass die Spieler eigene Patterns entwickeln und damit experimentieren können. Und das Pattern kann nicht nur geklatscht, sondern mit (selbstgebastelten) Percussion-Instrumenten oder sonstigen Instrumenten gespielt werden. Und es kann später digitalisiert und mit der entsprechenden Software zu einem Song ausgebaut werden.

Außerdem können viele Spieler gleichzeitig mitmachen und dabei verschiedene Patterns auf den selben Grundpuls klatschen. Wie auch immer man vorgeht, nach und nach entwickelt sich auf diese Weise ein intuitives Rhythmusgefühl. 

Link zum Webauftritt:

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Dieser Post ist ein Beitrag zum Themenspecial „Educational Gaming in der Schule“ auf digital-spielend-lernen.de – Darin werden verschiedene Educational Games, Game-Based Learning-Projekte, gamifizierte Angebote und Hintergrundinformationen für den Unterricht vorgestellt.

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