Serious Play in der Schule: Was Spielzeug im Unterricht & in der Lehre leisten kann

Es scheint auf den ersten Blick vielleicht abwegig, doch wer es sich genauer anschaut wird merken: auch Spielzeug kann den Unterricht enorm bereichern. Von der Grundschule bis zur Hochschullehre.

Spielzeug ist oft im wahrsten Sinne des Wortes „kinderleicht“ zu handhaben. Man kann direkt loslegen und braucht keine großen Erklärungen, wie es funktioniert. Wenn Spielzeug wie etwa LEGO dazu noch vielseitig und kreativ verwendbar ist, kann es auch den Unterricht bereichern – sogar die Hochschullehre. Um abstrakte Inhalte zu visualisieren und greifbar zu machen: grammatikalische Kategorien, Bruchrechnen oder Musik-Rhythmen. Oder um handlungsorientiert auch komplexere Prozesse Schritt für Schritt zu durchlaufen – wie etwa bei der Fertigung eines Autos in einer Fabriksimulation.

Fach: Diverse, hier aufgeführte Beispiele betreffen Wirtschaftskunde/Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen, Musik

Thema: Diverse, hier aufgeführt: Produktion und Logistik, Bruchrechnen, Grammatik (Wortarten), musikalische Patterns/Rhythmuslehre

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Zielgruppe: Grundschule, Sek I, Sek II, Hochschule

Lernziele:

  • Fabriksimulation: Strukturen und Prozesse in Produktion und Logistik erleben
  • Bruchrechnen: Grundlagen des Bruchrechnens verstehen
  • Grammatik: Kenntnisse über Wortarten und Satzbau praktisch anwenden
  • Rhythmuslehre: intuitiv Patterns erlernen & Rhythmusgefühl entwickeln

Plattform: keine, Spielzeug (hier: LEGO)

Steuerung/Interface: Spielzeug (hier: LEGO)

Übliche Bezeichnung: Serious Play/ Educational Play

Anwendungsbereich im Unterricht:

  • Diverse, u.a. in der Erarbeitungsphase und als Übungsaufgabe 

Lernprinzipien:

  • Vereinfachung
  • Handlungsorientierung
  • Visualisierung
  • Versuch & Irrtum
  • Entdeckendes Lernen

Interaktionsmodus: Single-Player, Multiplayer

Sprache: Deutsch, diverse

Erscheinungsdatum: –

Preis: –

Beschreibung:

Nicht nur im Schulunterricht, auch in der Hochschullehre kann Spielzeug wie LEGO lernzielgerecht eingesetzt werden. Z.B. wenn es darum geht, den Studierenden vor Augen zu führen, wie Produktionsabläufe in Fabriken organisiert und optimiert werden können. Wie etwa an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Buchrechnen mit LEGO: Vereinfachung durch Visualisierung.

Außerdem kann Spielzeug genutzt werden, um Inhalte vereinfacht darzustellen. Rhythmen (s.a. Beitragsbild) oder mathematische Operationen können visualisiert und begreifbar gemacht werden. 

Die LEGO-Rhythmus-Konstrukteure: Eine Art, aus Spielzeug Lernangebote zu erschaffen.

Gleiches gilt für schwierige, weil abstrakte Konzepte, z.B. in der Grammatik.

Grammatik mit Spielzeug: LEGO-Steine repräsentieren Wortarten, die „entschlüsselt“ und frei interpretiert werden müssen.

Link zum Webauftritt:

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Dieser Post ist ein Beitrag zum Themenspecial „Educational Gaming in der Schule“ auf digital-spielend-lernen.de – Darin werden verschiedene Educational Games, Game-Based Learning-Projekte, gamifizierte Angebote und Hintergrundinformationen für den Unterricht vorgestellt.

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